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WARUM SELBST VERARBEITEN ? Meine ersten Farbfotos sind 1955 entstanden. Der Agfacolor-Ultra Negativfilm (17/10 DIN = 40 ASA) war der erste Farbnegativ- Film den ich verwendet habe. Seitdem hat mich die Farbfotografie nicht mehr losgelassen. Etwa 1960 entstanden meine ersten eigenen Farb-Vergrößerungen auf Gevacolor-Papier. Langsam entwickelte sich bei mir die Überzeugung, daß man die besten Resultate in der Farbfotografie erzielt wenn man, wie bei der Schwarz-Weiß Fotografie die Aufnahmen selbst vergrößert. Es gibt immer noch wenige Fotografen die das tun.
In einem Essay über Farbfotografie in der amerikanischen Zeit-
schrift Colour Photography (1975) schrieb Max Kozloff: "Jeder
Praktiker mit Ambitionen entwickelte sein eigenes Werk: tonen,
filtern, Veränderung der Tonwerte, den Ausschnitt bestimmen,
vergrößern, u.s.w. Die industrielle Verarbeitung bei der Farbfotografie erschwert die Kontrolle des Fotografen über das Resultat. Die Tatsache daß dieses Problem auch woanders erkannt wurde, hat mich damals bestärkt in meiner Überzeugung das Selbst-Verarbeitung eine gute Sache ist. Genauso wie für den Maler das Farb-Pigment, die Verdünnung, die 'Haut' des Bildes, wie die Leinwand, wichtig sind - sind für mich die Beherrschung der Eigenschaften des Negatives und des Farbpapiers die bestimmenden Faktoren für das Resultat. Die hier gezeigten Aufnahmen sind in einem Zeitraum von etwa 20 Jahren entstanden. Das Material ist verschieden: Agfacolor Papier, Ilfocolor Papier sowie Kodak Ektacolor Papier. Hans-Joachim Schröter.
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